Videoprojekt zum Kinder- und Jugendschutz

Seelenwelten

Seelenwelten: Eine Vernissage des inneren Leidens

Hinsehen, statt Wegschauen. Eingreifen, statt Schweigen – das ist die klare Botschaft des Videos „Seelenwelten“ vom Filmemacher Michael Steinhauser. Gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Jugendzentrum Loop hat er im Auftrag des Sprengelrates Tauferer-Ahrntal ein Video realisiert, in welchem Jugendliche zu Skulpturen eigener Leidensgeschichten werden und Themen wie Gewalt, Missbrauch und Mobbing auf künstlerische Art und Weise in Szene setzen. Mit dem Video setzt der Sprengelrat auf Prävention und will zum Hinsehen und zum Handeln anregen. Denn Kinder- und Jugendschutz beginnt genau dort, wo Leid gesehen wird und wo Menschen sich mutig dagegenstellen.

Der Sprengelrat ist eine Vernetzung öffentlicher und privater Institutionen und versteht sich als Sprachrohr der Bevölkerung und als Verbindungsglied zwischen den Menschen und den öffentlichen Sozial- und Gesundheitsdiensten. Neben der Weiterentwicklung des Sozial- und Gesundheitswesens geht es auch um Sensibilisierung. In diesem Zusammenhang will der Sprengelrat Tauferer-Ahrntal mit dem Videoprojekt einmal mehr aufzeigen, dass Kinder- und Jugendschutz auch in unserer Gesellschaft potenziert werden muss, um eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten und ihre Sicherheit zu schützen. Wie sehr die krisenbehaftete Zeit, die Entwicklung in Sozialen Medien und viele andere Faktoren Kinder und Jugendliche gefährden und unter welchem Druck Kinder heute stehen, werde oft schlicht ignoriert, sind sich die Mitarbeiterinnen der Sozialpädagogischen Grundbetreuung des Sozialsprengels Tauferer-Ahrntal der Bezirksgemeinschaft Pustertal sicher.

Der Kurzfilm „Seelenwelten“ setzt genau hier an und präsentiert dieses Schweigen als künstlerische Ausstellung. Skulpturen, die ausgelacht, ausgegrenzt, unter Druck gesetzt, bedroht oder missbraucht werden, stehen in den verlassenen Räumen einer alten Kaserne wie Kunstfiguren, die betrachtet werden können. 

Der letzte Raum, der im Video gezeigt wird, ist leer und gehört den Geschichten, die erst geschehen werden. Doch genau mit diesem Raum fordert das Video auf, nicht Zuschauer zu bleiben, nicht nur Teil des Publikums zu sein, sondern Teil der Veränderung. 

Das Video ist auf dem YouTube Kanal der Bezirksgemeinschaft Pustertal veröffentlicht und unter folgendem Link aufrufbar: https://youtu.be/YnAGGdc6E4o

11.12.2025

DEU